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Als Meike Busch habe ich 1982
im beschaulichen Bad Honnef am Rhein das Licht der Welt erblickt. Als Hayami erfuhr ich meine Wiedergeburt an weniger hellen Orten - den Poker-Räumen und vor dem Bildschirm. Ein Erlebnis, das für mich eine Offenbarung werden sollte.
Das kommunikative Rüstzeug dafür habe ich in der Promotion- und Eventbranche erworben. Bei verschiedenen Projekten konnte ich meiner Kreativität und Kommunikationsfähigkeit freien Lauf lassen und sehen, wie ich solche Abläufe steuere. Besonders zahlt sich aus, im In-und Ausland so verschiedene Charaktere kennen und einschätzen zu lernen, was am Spieltisch extrem förderlich ist.
Aber zunächst war ich sprichwörtlich mehr mit ‚Ego-Shooting’ beschäftigt. Meine Freizeit verbrachte ich mit Computerspielen, zuhause oder dann auch auf LAN-Parties mit Tausenden von Teilnehmern.
Auf einer solchen Party im Dezember 2006
kam ein Typ an meinen Monitor und begann mich anzubaggern – und zwar so hartnäckig, dass ich schließlich von dem Spiel abließ und in die „Pokerhalle“ nebenan flüchtete, um endlich Ruhe zu haben. Ihr könnt Euch denken, was jetzt kommt. Klar, ich habe mich einfach mal an einen Tisch gesetzt. Und ich blieb dran. Wegen dem Thrill, nicht wegen den Preisen. Ich war einfach nicht mehr zu bremsen.
Dann kam das Frühjahr 2007. Beim ESL Pokerwettbewerb setzte ich mich gegen zigtausende Online-Teilnehmer durch und wurde deshalb zum Finale im Juni mit den letzten 18 Teilnehmern nach Köln eingeladen. Schließlich war ich im Heads-Up mit Jonas Stratmann. Was soll ich sagen: Ich gewann!
Pokern bedeutet von da an auch viel reisen. Aber die Karriere begann nicht in der Stretch-Limo. Am Anfang fuhr ich per Mitfahrgelegenheit in die Städte in der Umgebung oder mal nach Venlo, um dort ein Turnier zu spielen.
Meine erste große Pokerreise verbrachte ich auf einem Dreimaster auf der Ostsee. Bei fünf Meter Wellengang standen da gestandene Männer auf Deck und haben sich noch mal alles durch den Kopf gehen lassen. Später wurde bis in den Morgen hinein gezockt. Ende 2008 war ich dann schon auf Ibiza. Wieder Karten in der Hand – nur diesmal deutlich sonniger. Meinetwegen kann es so weitergehen. Mein Ziel ist es schließlich nicht haufenweise Geld zu verdienen, sondern es den ganz Großen der „Branche“ abzunehmen. 1 1/2 Jahre habe ich nur gepokert und ab und zu einen Grafikauftrag angenommen, auch um nicht abzudrehen und die Bodenhaftung nicht zu verlieren.
Giga TV hatte mich im Februar 2008 nach dem Erfolg in Köln gefragt, ob ich einmal als Gast ins Studio kommen wollte. Ich war an einem Donnerstag da, und am Samstag drauf war noch ein Platz beim Promi-Pokern frei, den sie mir anboten. Da habe ich natürlich begeistert zugesagt – und prompt gewonnen. Deshalb mussten sie mich nochmal einladen, inklusive Interview mit dem Sieger vom Promi-Tisch. In dieser kleinen Zusammenarbeit merkten wir, dass ich mich in dieser Umgebung sehr wohl fühlte. Ich hatte keine Probleme mit Kameras, grellen Scheinwerfern und Improvisation. Es ging immerhin ums Poker, wovor sollte ich also Angst haben? Schließlich kam die Frage, ob ich ins feste Ensemble aufrücken will. Der Rest ist Geschichte.
2006-2008 war der Beginn einer rasanten Erfolgsspirale, die bis heute nicht abgerissen ist: Immer coolere Events, immer weitere Reisen, immer größere Casinos – alles ging wie ein Wimpernschlag. Was nicht bedeutet, dass ich mittlerweile total abgedreht bin. Bei betsson sehe ich endlich meine Chance gekommen, mit den ganz Großen in der großen weiten Welt zu spielen. Mein Pokerabenteuer geht weiter und ich freue mich darauf, euch davon zu berichten! |