Der Samstag ging sogar noch weiter. Da Toni als Pannenhelfer unterwegs war, bin ich Abends noch ins JuZ Kirchheim zum Pokern gegangen. Einfach mal die Nachbarn kennenlernen. Das Ganze war von der Jungen Union organisiert worden. Ja wirklich, von der Union! Ihr seid wahrscheinlich auch so überrascht wie ich. Die CDU ist ja eher für ihre, sagen wir mal konservative Einstellung zu allem, bekannt.
Die Organisatoren haben sich viel Mühe mit der Veranstaltung gegeben. Gedealt wurde selbst und nach 5 Minuten stellte sich bereits dieses gewisse “Homerunden-Feeling” ein. Mission “soziale Kontakte aus der Umgebung knüpfen” erfüllt, Zeit fürs Spiel! Die Struktur war ein Mix aus FreezeOutTurnier mit Cashgame Elementen. Am Tisch saßen je fünf Spieler. Die Wertigkeit der Chips begann bei 1, endete bei 20 und wenn jemand den Tisch wechselte, musst er auf den BB warten oder einen BB bezahlen. Habe ich noch nie so gespielt, war aber urlustig.
Nach einiger Zeit und viele nette Unterhaltungen später war der Final Table erreicht, dann ging es Schlag auf Schlag. Nach einem Triple-Allin saß ich im HeadsUp. Der erste Platz war zwar eine XBox-Arcade, allerdings hatte ich es von Anfang an auf die DigiCam abgesehen. Passenderweise gab es die für den 2. Platz.
“Möchtest du die XBox haben?” für dieses Angebot erntete ich zunächst einen ungläubigen Blick, zusammengeschobene Augenbrauen und schließlich ein neugieriges “Was?”
Und jetzt kommt die eigentliche Weihnachtsgeschichte, passt heute auch recht gut. Über den Deal wird sich einer nämlich ganz besonders freuen. Noch vor den Siegerfotos erfuhr ich, dass er die XBox nicht für sich behalten wolle, sondern seinem Neffen unter den Weihnachtbaum legen würde. Ist das nicht schön? Selten hat sich der 2. Platz so gut angefühlt. Am 24. Dez. kann ich mir dann vorstellen, wie ein Zwölfjähriger seinen coolen Onkel bejubelt.
In diesem Sinne wünsche ich euch einen schönen 1. Advent



Gestern habe ich die Jungs und Mädels der Pokerbundesliga wieder getroffen. In München sollte der bayrische Meister gefunden werden. Kampfarena war in diesem Fall das Sheraton in München. Allerdings hätte ich nicht gedacht, dass das erste bekannte Gesicht das von Pete Doherty sein würde. Der Mann genießt in einer Hinsicht meinen Respekt. Offensichtlich hatten er und seine Freunde eine heitere Nacht hinter sich. Erst um 12 Uhr mittags ein Ende zu finden, das zeugt von Durchhaltevermögen…